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Neue Studie zur ersten Konsumerfahrung eingereicht

Publikation

Das Projektteam hat eine weitere Studie zur Begutachtung eingereicht: Bei der Fachzeitschrift Drugs: Education, Prevention and Policy liegt seit dem 29. Juni 2026 ein Manuskript vor, das der Frage nachgeht, warum manche Menschen nach ersten Drogenerfahrungen eine Abhängigkeit entwickeln und andere nicht.

Die Ausgangsfrage

Der bloße Kontakt mit einer Substanz erklärt nicht, wer später eine Suchterkrankung entwickelt. Die Anfälligkeit dafür ist vielschichtig – und viele der bekannten Risikofaktoren lassen sich in der alltäglichen Präventionsarbeit nur schwer erfassen. Die Studie schlägt einen leichter zugänglichen Anhaltspunkt vor: die wahrgenommene Positivität des ersten Konsums. Wird die erste Erfahrung als außergewöhnlich angenehm, erleichternd oder wiederholenswert erlebt, könnte das auf eine besonders starke belohnende und motivierende Wirkung der Substanz hindeuten.

Wie untersucht wurde

Für die Querschnittsstudie wurden zwei Gruppen verglichen: Personen in stationärer Rehabilitation wegen einer Abhängigkeit von illegalen Drogen und eine nichtklinische Vergleichsgruppe, die ebenfalls bereits illegale Drogen konsumiert hatte, aber keine Suchterkrankung berichtete. Die wahrgenommene Positivität wurde mit einer neu entwickelten Skala aus acht Fragen erhoben.

Warum das relevant ist

Ziel der Arbeit ist es zu prüfen, ob sich die erlebte Positivität des ersten Konsums als substanzspezifischer und präventiv nutzbarer Marker für Anfälligkeit eignet. Für die Präventionsarbeit wäre ein solcher Marker attraktiv, weil er sich im Gespräch vergleichsweise leicht erheben ließe. Als Querschnittsstudie kann sie keine Ursache-Wirkungs-Kette belegen; künftige prospektive Studien sollen zeigen, ob sich damit tatsächlich vorhersagen lässt, bei wem der Konsum später eskaliert.

Das Manuskript durchläuft nun die wissenschaftliche Begutachtung. Die Ergebnisse werden wir veröffentlichen, sobald die Arbeit den Peer-Review durchlaufen hat und erschienen ist.